U n t e r r i c h t   m i t   C o m p u t e r n 
 


 

Bevor ich den Einsatz des Computers nach Beendigung des Computerführerscheins im Unterricht kurz erläutere, möchte ich dessen praktischen Einsatz für den Grundschulunterricht empfehlen.

Es sollte nicht nur im Fokus stehen, den PC für die Kinder zugänglich zu machen, sondern ihn auch als sinnvolles Medium für den eigenen Unterricht und die Vorbereitung als Lehrerin/Lehrer zu nutzen. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Verschiedene Aspekte sollen einen Überblick verschaffen und Anregungen zur vielfältigen Nutzung des Computers als Werkzeug für den Lehrer liefern:

 

·         Arbeitsblätter erstellen und Arbeitsmittel herstellen

·         Informationsbeschaffung (Software, Digitale Lexika, Internet etc.)

·         Inventarverzeichnisse anlegen

·         Medien verwalten

·         Stundenplanerstellung, -verwaltung, -ausdruck

·         Vertretungspläne erstellen

·         Termine verwalten

·         Einladungen, Informationsschreiben, Elternbriefe erstellen

·         Checklisten, Aushänge, Poster, Urkunden herstellen

·         Raster für Tages- und Wochenpläne anfertigen

·         Zeugnisse schreiben und Notenverwaltung

·         PC und SMARTboard als interaktive digitale Tafel

uvm.

 

Nach dem Computerführerschein ist es notwendig, die vorhandenen PCs in Lernumgebungen einzubinden und den Unterricht so zu öffnen, dass den Kindern ermöglicht wird, selbstständig Erfahrungen zu machen.

 

Der Lehrer sollte sich hierbei von der Position des Wissensvermittlers lösen und die Kinder im Sinne von Learning by doing digitale Inhalte entdecken und verstehen lassen. Die Form des Unterrichts sollte sich dabei nach den Bedürfnissen der Kinder und des Unterrichtsinhaltes richten und je nachdem variieren. Wie man den Unterricht flexibler gestaltet, eine anregende Lernumgebung schaffen kann und den Computer sinnvoll integriert, soll hier oberflächlich dargestellt werden:

 

 

Tages- und Wochenplan

Im Tages- bzw. Wochenplan werden Übungen festgelegt, die von den Kindern innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erledigt werden müssen. Je nach Lernsoftware kann das Ergebnis dem Lehrer vorgelegt werden, oder die Kinder kennzeichnen ihre beendete Arbeit auf einer Liste.

 

Binnendifferenzierter Unterricht

Im binnendifferenzierten Unterricht üben die Kinder einen bestimmten Sachverhalt auf verschiedene Weise: Nachschlagen, Nachlesen, praktisches Üben, gedrucktes Zusatzmaterial bearbeiten.

 

Projektorientierte Unterrichtsformen

Die Kinder nutzen den Computer als Informationsquelle und halten in geeigneter Lernsoftware zum gewählten Projektthema nach Informationen Ausschau. Die Kinder nutzen ebenso den PC, um ihre Ergebnisse der Projektarbeit zu dokumentieren oder zu präsentieren.

 

Teile des Förderunterrichts

Der Computer wird eingesetzt, um verschiedene Themen des Unterrichts zu vertiefen und intensiv zu üben. Durch entsprechende digitale Inhalte kann hier optimal gefördert und gefordert werden.

 

Freie Arbeit

Die Kinder setzen sich selbst Ziele und nutzen den Computer nach ihren Bedürfnissen (z.B. Geschichten und Texte schreiben, Präsentationen, Recherche, digitales Zeichnen, Lernsequenzen etc.)

 

anregende Lernumgebungen gestalten

 

Natürlich sind diese Formen der Einbindung des Computers nur Anregungen. Wichtig ist es, dass der Computer mit seinen Facetten und Möglichkeiten eingesetzt wird. Das Potenzial dieses Mediums sollte man sich als Lehrender und den Kindern als Lernende voll und ganz zu Nutze machen.

 

-----------------------------------------------------------------------------------------

© Raphael Stoll 2018, Alle Rechte vorbehalten